Von der Schleifscheibe zum intelligenten Finish: Zuidberg optimiert die Nachbearbeitung deutlic

Mit der Anschaffung einer SER1200 Multibrush Finishmaschine und eines DS600 Schlackenhammers von Q-Fin hat Zuidberg die Nachbearbeitung seiner Schneidteile deutlich verbessert. Die Investition sorgt für weniger manuelle Arbeit, eine höhere und gleichbleibendere Qualität sowie einen deutlichen Produktivitätsgewinn. Die Mitarbeiter in der Nachbearbeitung sind sehr zufrieden: Die Arbeit mit dem Winkelschleifer gehört für sie der Vergangenheit an. Auch Johan Bakker, Sales Manager Components, zeigt sich zufrieden. Denn er stellt fest, dass die Kunden zunehmend höhere Anforderungen an die Qualität stellen.

Der 3 Meter lange Batchtisch an der Vorderseite der SER1200 Multibrush ermöglicht die chargenweise Bearbeitung von Werkstücken. Links die Mitarbeiter von Zuidberg. Von links nach rechts: Toon van Steenoven, Manager Process Engineering, Kenroy Simmons, Operator, und Alwin Boer, Teammanager Schneiden, Abkanten und Nachbearbeitung. Rechts neben dem Tisch stehen Patrick van Scherpenseel und Stef van der Zanden von Q-Fin.

Zuidberg entwickelt und produziert Getriebe-, Frontkraftheber-, Raupenfahrwerks- und Zapfwellensysteme für unter anderem die Landwirtschafts-, Transport- und Infrastrukturbranche. Engineering, Produktion, Vertrieb und Service sind vollständig an einem Standort in Ens gebündelt. Das sorgt für kurze Kommunikationswege und maximale Synergie.

Komplettes Komponentenportfolio

In der Components-Halle produziert Zuidberg sowohl Stahlkomponenten für die eigenen Produkte als auch Bauteile für externe Kunden aus unterschiedlichsten Branchen. Rund 40 Prozent der Produktion sind für die eigene Organisation bestimmt, die übrigen 60 Prozent gehen an externe Kunden. Häufig handelt es sich dabei um Schneid- und Kantteile, doch Zuidberg konzentriert sich zunehmend auch auf Schweißbaugruppen.

„Wir möchten unser Angebot an kompletten Komponenten weiter ausbauen“, sagt Bakker. „Unser gesamtes Know-how bringen wir bei unseren Kunden ein, um gemeinsam ein gutes Produkt zu entwickeln, das effizient gefertigt werden kann. Die neue Finishing-Lösung wird uns dabei unterstützen. Damit können wir beispielsweise eine perfekte Kantenverrundung als optimale Vorbereitung für eine hochwertige Schweißverbindung erzielen.“

Auf der SER1200 werden nahezu ausschließlich Stahlteile bearbeitet – in unterschiedlichsten Formen und Materialstärken von 1 bis 140 mm. Dank der neuen Maschine gehört das manuelle Schleifen mit dem Winkelschleifer weitgehend der Vergangenheit an.

Auf der Suche nach einer maschinellen Lösung

Zuidberg verfügt in der Components-Halle über mehrere Schneidverfahren: Laser-, Plasma- und Autogenschneiden. Für die Nachbearbeitung war bereits eine Schleiflinie vorhanden, diese eignete sich jedoch nicht für alle Schneidteile. Viele Produkte mussten deshalb weiterhin manuell mit dem Winkelschleifer entgratet und verrundet werden.

Das war der Anlass, nach einer maschinellen Lösung zu suchen. Diese Suche führte Zuidberg zu Q-Fin in Bergeijk. Mit einer Palette voller unterschiedlichster Produkte – von dicken autogen geschnittenen Blöcken über feine Laserteile bis hin zu Plasmateilen in verschiedenen Materialstärken – wurden umfangreiche Praxistests durchgeführt.

Alwin Boer, Teammanager Schneiden, Abkanten und Nachbearbeitung, und Toon van Steenoven, Manager Process Engineering, waren von der Leistung der SER1200 Multibrush sofort überzeugt. „Die Geschwindigkeit der Maschine war beeindruckend und sie erzielte bereits in einem Durchgang die gewünschte Qualität“, erzählt Boer.

„Außerdem zeigte sich, dass die Maschine deutlich mehr kann, als wir derzeit benötigen. Wir suchten eine Lösung zum Kantenbrechen und für eine Verrundung von R1, doch die Maschine erreichte problemlos einen Radius von 3,6 mm. Das ist momentan noch nicht notwendig, eröffnet uns aber zusätzliche Möglichkeiten für die Zukunft.“

Finishen in Batches

Zuidberg entschied sich für eine SER1200 Multibrush mit jeweils einem 3 Meter langen Batchtisch an der Ein- und Auslaufseite. Dadurch können die Produkte automatisch durch die Maschine geführt werden und eine batchweise Bearbeitung ist möglich. Zusätzlich wurde ein DS600 Schlackenhammer angeschafft.

Dieser ist separat aufgestellt, da er ausschließlich zum Entfernen von Metallschlacke an plasma- und autogen geschnittenen Teilen eingesetzt wird, während die SER1200 überwiegend für lasergeschnittene Produkte genutzt wird. Durch die getrennte Aufstellung beider Maschinen bleibt der Produktionsfluss so effizient wie möglich.

Die SER1200 Multibrush ist eine All-in-One-Finishmaschine zum Entgraten, Verrunden bis Radius 3+ sowie zum Erzeugen eines Linien- oder richtungslosen Finishs auf Blechteilen bis zu einer Breite von 1.200 mm.

Zuidberg entschied sich für eine SER1200 Multibrush mit Magnetfixierung. Damit kann in einem Durchgang ein Radius 3+ an Innen- und Außenkonturen erzielt werden. Gleichzeitig lässt sich der aus Kundensicht gewünschte Radius 1 mit sehr hoher Bearbeitungsgeschwindigkeit realisieren.

Der DS600 Schlackenhammer ist separat aufgestellt, da er ausschließlich zum Entfernen von Metallschlacke an plasma- und autogen geschnittenen Teilen eingesetzt wird, während die SER1200 hauptsächlich für lasergeschnittene Produkte genutzt wird.

Schnell mit der Maschine vertraut

Die Maschinen wurden im Juni installiert. Bei der Inbetriebnahme erhielten die Mitarbeiter direkt eine ausführliche Schulung, die kurze Zeit später durch eine zweite Trainingseinheit ergänzt wurde.

„Wir sorgen dafür, dass die Bediener optimal mit den Maschinen arbeiten lernen und das bestmögliche Ergebnis erzielen“, sagt Patrick van Scherpenseel, Sales Manager Benelux bei Q-Fin.

Dieser Ansatz zahlte sich schnell aus. Bereits kurz nach der Installation erstellten die Bediener selbstständig neue Programme. Einige Mitarbeiter verfügen über erweiterte Benutzerrechte, um Programme anzulegen und zu ändern, während andere Anwender ausschließlich bestehende Programme aufrufen können. So bleiben die Einstellungen übersichtlich und kontrollierbar.

Weniger schleifen, mehr produzieren

Auf der SER1200 werden nahezu ausschließlich Stahlteile in unterschiedlichsten Formen und Materialstärken von 1 bis 140 mm bearbeitet. Die Mitarbeiter sind mit der neuen Lösung sehr zufrieden. Das manuelle Schleifen mit dem Winkelschleifer ist körperlich belastend, ermüdend und verursacht viel Staub und Lärm. Dank der neuen Maschine gehört diese Arbeit heute größtenteils der Vergangenheit an.

Auch Boer ist von den Ergebnissen überzeugt. „Früher haben wir im Zweischichtbetrieb die ganze Woche mit drei Mitarbeitern geschliffen. Durch die Automatisierung benötigen wir dafür jetzt zwei Mitarbeiter weniger, die wir an anderer Stelle einsetzen können. Gleichzeitig erzielen wir ein besseres Endergebnis und können mehr Schneidteile bearbeiten.“

Laut Bakker bringt die Investition auch wirtschaftliche Vorteile mit sich. „Durch eine bessere Kantenverrundung entsteht eine hochwertigere Schweißverbindung. Eine Verrundung von R2 sorgt außerdem dafür, dass Lack besser verläuft und besser haftet. Und weil wir Kanten bis R3 verrunden können, ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten für unsere Kunden.“

Mit dieser Investition hat Zuidberg eine solide Basis für die weitere Optimierung des Produktionsprozesses geschaffen. Die Maschine ist für die Ansteuerung über das ERP-System vorbereitet, und auch das Be- und Entladen kann künftig weiter automatisiert werden. Selbst eine Anbindung an AGVs ist möglich.

„Genau das ist Q-Fin“, sagt Van Scherpenseel. „Unsere Lösungen sind modular aufgebaut und können Schritt für Schritt erweitert werden. So können Kunden ihre Investitionen über einen längeren Zeitraum verteilen.“

Für Zuidberg ist das derzeit noch Zukunftsmusik. Toon van Steenoven: „Zuerst wollen wir alle Einstellungen und die Programmierung vollständig beherrschen. Aber es ist gut zu wissen, dass diese Finishing-Lösung noch sehr viel Potenzial für weitere Automatisierung bietet.“

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Fred Post
Account Manager Deutschland
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